„Ich habe wieder gelernt, Teil einer Gemeinschaft zu sein.“
Das KreativCafé Altona der einfal gGmbH ist ein Ort der Begegnung und Beschäftigung, an dem Menschen in schwierigen Lebenssituationen über kreative Tätigkeiten, Gastronomie und Gemeinschaft neue Perspektiven entwickeln.
Als Frau Funda E. ihre Arbeitsgelegenheit (AGH) im KreativCafé Altona begann, lag eine lange Zeit der Isolation hinter ihr: „Ich war kaum noch draußen. Der Gedanke, unter Menschen zu gehen oder mich beruflich zu engagieren, hat mir ehrlich gesagt Angst gemacht.“ Ihr Alltag spielte sich fast ausschließlich in der eigenen Wohnung ab, soziale Kontakte waren selten.
Die ersten Schritte in der AGH waren eine Herausforderung – aber auch eine Chance: Durch die herzliche Aufnahme ins Team, die Unterstützung durch Anleitung und Sozialpädagogik und den schrittweisen Einstieg in einfache Tätigkeiten lernte sie, wieder Teil einer Gemeinschaft zu sein.
„Ich habe tolle Menschen kennengelernt, die mich ernst genommen und unterstützt haben.“
Mit der Zeit wuchs ihr Selbstvertrauen. Sie traute sich zu, ihre Meinung zu sagen, und wurde sicherer im Umgang mit anderen. Das wirkte sich auch privat aus: Sie begann, wieder öfter die Wohnung zu verlassen – nicht nur für die AGH, sondern auch in ihrer Freizeit.
Heute steht Frau Funda E. vor dem nächsten Schritt: Seit Anfang August arbeitet sie in einem sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung als Büro- und Verkaufshilfe – mit Förderung über das Jobcenter über §16i SGB II (Teilhabe am Arbeitsmarkt).
„Vor einem Jahr wäre das für mich noch unvorstellbar gewesen. Jetzt bin ich stolz auf das, was ich geschafft habe.“
Frau Funda E.s Geschichte zeigt, dass Arbeitsgelegenheiten weit mehr leisten können als nur „Aktivierung“:
- Sie helfen, soziale Isolation zu überwinden.
- Sie bauen Selbstvertrauen auf und schaffen Struktur.
- Sie geben Raum, Fähigkeiten in einem geschützten Rahmen neu zu entdecken.
Diese Entwicklungen passieren nicht von heute auf morgen – sie brauchen Zeit, qualifizierte Anleitung und sozialpädagogische Begleitung. Genau das bieten Projekte wie das KreativCafé Altona.
Arbeitsgelegenheiten sind nicht bloß ein Auffangnetz, sie sind Chancen. Für Menschen wie Frau Funda E. bedeuten sie Teilhabe, Stabilität und neue Perspektiven.
Dabei bieten diese Projekte, wie das KreativCafé Altona , weit mehr: Sie stärken auch die soziale Infrastruktur und verbinden Menschen miteinander. Mit ihren Dienstleistungen und Produkten tragen sie maßgeblich dazu bei, die Lebenssituation von Menschen, die von Armut betroffen sind, nachhaltig zu verbessern.
Kürzungen oder der Wegfall solcher Angebote würden nicht nur mehr Isolation, weniger Chancen, und weniger erfolgreiche Übergänge in Arbeit bedeuten, sondern auch eine Schwächung der sozialen Infrastruktur sowie eine Verschärfung der Armutsproblematik – mit direkten Folgen für das Miteinander in unseren Gemeinschaften.